Ein Exposé
bietet sich insbesondere dann an, wenn Künstler-/innen einen Katalog herausbringt oder wenn für die Presse anlässlich einer Ausstellung nähere Informationen benötigt werden.
Exposé - Beispiel für Moderne

Moderne Kunst in Bruchsal
Eisen und Glas sind seit einigen Jahren die bevorzugten Materialien des bekannten Konstruktivisten Günter Wagner. Zwei in der modernen Architektur vollintegrierte Baustoffe erfahren hier eine neue Dimension ihrer Möglichkeiten: Transparentes kontra undurchsichtiges, klar gegen unklar, zerbrechliches gegen stahlhartes, reines gegen rostiges, kalt wider warm, leicht gegen schwer und offen gegen geschlossen. Seine meist zweidimensionale Plastiken bestehen aus geometrischen Formen. Trotz der Gegensätze erregen sie keine Spannung. Sie wirken im Gegenteil emotionslos. Der Avantgardist konzentriert sich auf das Substanzielle. Alles Gefühlsbetonte wurde auf die reine Form gekürzt.
Die Arbeit ist rational, nüchtern, sachlich, gestaltungsasketisch und raumentleert. Sie kontrastiert materielle Schwere und durchsichtige Leichtigkeit zu nackten Licht-Raum-Gerüsten. Wagner vermählt mit klinischer Makellosigkeit Eisen und Glas. Vor Ort erleben wir das Werk unabsichtlich mit Abstand. Seine befremdliche Unnahbarkeit ist

Umweltgestaltende Lebenskunst: Matschinsky-Denninghoff, Berlin, 1987 - Berlin, Kurfürstendamm

Ein pavillonartiges Stahlgestell, ummantelt mit durchgefärbten Tauen, mit variabler Größe, ist - auf einem Blütenblättern nachempfundenen Dach - mit Solarzellen versehen. So dient das Gebäude am Tag einer Beschattung, am Abend und in der Nacht erstrahlt der Aufstellungsort vom Licht der Haube. Ein zusätzlicher Rotor auf der Kuppelspitze sorgt an bewölkten und windigen Tagen für die Aufladung des nächtlichen Lichtes. Die Abluft verstärkt die Rotor-Drehung.
Am Tage als auch am Abend kann der Platz unter der Kuppel als multifunktionaler Sozial-Platz genutzt werden:
- Ballspiele - Fußball - Jugendliche müssten nicht auf der geteerten Straße mit dem Ball spielen, sondern auf dem Rasen. Weitere Spiele: Streetball, Federball, Volleyball, Völkerball etc.
- Freilandschach trainiert nicht nur den Geist, sondern auch den Körper. Ein anspruchsvolles Denk- und Bewegungs-Spiel, das jedem Computerspiel an Kombination, Logik, Ästhetik und Sport überlegen ist und von Pädagogen empfohlen wird.
- Treffpunkt für Aktive und Zuschauer.
- Erholung - das Dach bietet einen Schutz vor Regen und vor Sonne.
- In seinem Schatten Feste: Musikkonzerte, Feiern, Jubiläen etc.
- Aktionskunst: Performances, Happenings, Fluxus etc.
- Wartung und Pflege: Die Wartung und Pflege schaffen einen Arbeitsplatz.
Unter der Kuppel hinterlassen Menschen Spuren und schaffen Werte, die aus sich heraus entstehen: Erinnerung, Nostalgie, Besinnlichkeit, Identifikation...
Das „Perpetuum“ leitet sich von „Perpetuum mobile“ und bezeichnet die utopische Maschine, die ohne Energieverbrauch dauernd Arbeit leistet. Bei dem Solarblume-Perpetuum ist der Zusatz „Perpetuum“ nur ein Verweis auf das globale Problem der Klimaveränderung, die wohl fortbestehen wird und deshalb wir Menschen auf die Sonne auf Dauer angewiesen sind. So gesehen erscheint die Blume als Sehnsucht und Sinnbild der Menschheit, ohne Energiesorgen ewig bestehen zu können.
In unserer beruflich flexiblen Zeit, in der Bürger zu verschiedenen Zeiten arbeiten, bietet der Platz über ihre freie Zeit frei zu verfügen. Unser aktiver Relaxraum verschafft städtischen Menschen Abwechslung vom Alltag und aktiven Stressabbau.
Umweltgestaltende Lebenskunst“ lehnt den bürgerfremden Kunstraum ab und plädiert für menschengerechte Räume mit sozialethischen Aspekten
steno, Solarblume-Perpetuum, 2007, Entwurf
Ein pavillonartiges Stahlgestell als umweltgestaltende Lebenskunst